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| Geisterstadt


Kurzfilm, Deutschland 2009 · Laufzeit: 30 Minuten · Genre: Horror · Mit Julia Mixdorf, Jürgen Meier · Drehbuch und Regie: Carsten Mixdorf · Produktion: Carsten Mixdorf / Cryptorium Filmproduktion · © 2009 by Cryptorium Filmproduktion.

Inhalt:

Die junge Frau kommt langsam zu sich. An einem unbekannten Ort. Ein leerer Swimming Pool, ein verlassenes Gebäude - und sie hat keine Ahnung, wie sie hier hergekommen ist. Benommen und verwirrt versucht sie, auf die Beine zu kommen. Sie sucht nach Antworten: Wer hat sie hierher gebracht und warum? Ist derjenige noch in der Nähe? Ängstlich durchstreift sie die langen, einsamen Flure des merkwürdigen Bauwerks auf der Suche nach Antworten - und nach anderen Menschen. Bald darauf stellt sie fest, dass das Gebäude völlig verlassen ist. Fenster und Türen lassen sich nicht öffnen. Sie muss aus diesem Gefängnis entkommen. Endlich findet sie einen Ausweg. Ist das der Weg in die Freiheit, zurück zur Zivilisation? Draußen sieht es leider nicht besser aus. Bäume und Unkraut wuchern überall. Die Straßen, Plätze und Häuser, an denen sie vorbei kommt, sind offenkundig seit Jahren verlassen. Die Natur hat sich zurückgeholt, was ihr einst gehörte. Die junge Frau befindet sich in einer Geisterstadt. Die Eingänge der anderen Gebäude sind ebenfalls verschlossen. Nur ein paar Keller, in denen merkwürdige Gerätschaften lagern, sind zugänglich. Das Areal erscheint unendlich. Ihre Suche nach Hilfe wird immer verzweifelter. Dabei merkt sie nicht, dass sie von einem maskierten Unbekannten beobachtet wird. Er stellt ihr nach. Erst heimlich, dann völlig unverholen. Ein mörderischer Wettlauf beginnt...

Hinter den Kulissen:

Als Filmkulisse zu "Geisterstadt" diente das ehemalige Hamburgische Krankenhaus in Bad Bevensen. Die Historie des Hamburgischen Krankenhauses begann während des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1942 bis 1944. Die Gebäude wurden zunächst als Lazarett konzipiert und genutzt. Nach den Kriegswirren dienten die Baukomplexe der Stadt Hamburg als „Ausweichkrankenhaus“. Als dieses aus Hamburger Sicht nicht mehr benötigt wurde, übernahm dann der Landkreis Uelzen schließlich im Jahr 1981 das Hamburgische Krankenhaus. Knapp 20 Jahre später privatisierte der Landkreis im Jahr 1999 das Krankenhauswesen durch den Verkauf des Krankenhausbetriebes an ein Privatunternehmen, einhergehend mit der Verpflichtung des Käufers, sowohl ein neues Krankenhausgebäude in Uelzen zu errichten als auch eine medizinische Grundversorgung im „HKB“ weiterhin zu gewährleisten. Vier Jahre später, im Dezember 2003 konnte schließlich der Krankenhausbetrieb im neuen Klinikum Uelzen aufgenommen werden. Bereits zwei Monate zuvor hatte das Niedersächsische Sozialministerium allerdings entschieden, das Hamburgische Krankenhaus aus dem Krankenhausbedarfsplan zu streichen. Damit war das Schicksal des Hamburgischen Krankenhauses besiegelt: Zeitgleich mit der Öffnung des neuen Klinikums wurde das Hamburgische Krankenhaus geschlossen und der Betrieb eingestellt, Gelände und Gebäude blieben im Eigentum des Landkreises. Da die Krankenhausnutzung entfallen war, war mit der Stadt Hamburg über den für diesen Fall vertraglich fixierten Rückfall des Grundstückes an die Stadt Hamburg zu verhandeln. Die Hansestadt überließ die rund 14 Hektar große Immobilie jedoch dem Landkreis Uelzen, der in der Folgezeit versuchte, das Gelände zu verkaufen – ohne Erfolg. Einige Interessenten bewarben sich zwar um das Gelände inklusive der Gebäude. Alle Konzepte hatten jedoch den Mangel, dass sie entweder dem Landkreis nicht zusagten oder – unter anderem auch wegen der mäßigen Bausubstanz – nicht finanzierbar waren. Da sich die alten Gebäude in der Vergangenheit eher als eine Belastung als eine Chance für eine spätere Nutzung erwiesen haben, entschied man sich letzten Endes dazu, das Hamburgische Krankenhaus abzureißen. Die Abbrucharbeiten begannen unmittelbar nach Abschluß der Dreharbeiten im August 2009 und dauerten bis zum April 2010 an. Dabei wurden insgesamt 31 Gebäude dem Erdboden gleich gemacht, 13250 Tonnen mineralischer Bauschutt und etwa 2300 Tonnen sonstige Abfälle entsorgt. Die Kosten betrugen rund 480.000 Euro. Der Abriss löste bei der Bevölkerung, ehemaligen Mitarbeitern und Patienten zum Teil heftige emotionale Reaktionen aus.

Special Feature:

Die Geisterstadt aus der Vogelperspektive. Hier klicken.

Weitere Informationen:

Der Kurzfilm "Geisterstadt" hat teilgenommen beim Shocking Shorts Award 2010, dem bekannten Filmwettbewerb des Fernsehsenders 13th Street (zu empfangen u.a. über sky).

Szenenfotos:



                

                

                    

             

                
          
                  
        
                
        
                

               

               

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